18.03.2020 - Online-Spielsucht bei Kindern und Jugendlichen

Früher eine Randerscheinung - heute ein ganz normales Stück Jugendkultur. Der Verband der Deutschen Gamerbranche schätzt, dass 34 Millionen Deutsche Computer- und Videospiele spielen, jüngere Altersgruppen "zocken" dabei am meisten. Mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft steigt die Nutzung von PC, Tablet, TV und Smartphone, die Hemmschwelle sinkt. Wie viele hiervon exzessiv Ihrem Hobby nachgehen, man also von einer Sucht oder einer Gefährdung ausgehen kann, darüber liegen der Landesregierung allerdings keine Zahlen vor. Andere Bundesländer wie Bayern sind da schon weiter. In der Altersgruppe der 12 bis 18-jährigen sind ein bis zwei Prozent spielsüchtig, weitere vier Prozent gefährdet. Anlaufstellen für betroffene Kinder und deren Eltern sind die verschiedenen Suchtberatungsstellen der Landkreise und kreisfreien Städte, sowie der Schulpsychologische Dienst der Schulämter. Die Anfrage hat aufgezeigt, dass zukünftig die Landesregierung gefordert ist, vor allem im präventiven Bereich mehr zu handeln, um aufzuklären und unsere Kinder von Suchtquellen fernzuhalten. Sollten Sie mit Ihren Kindern selbst betroffen sein oder möchten Sie jemanden in Ihrem Umkreis gern helfen, so bietet meine Anfrage und deren Beantwortung einen kurzen Leitfaden, an welche Einrichtungen Sie sich wenden und welche Infomaterialien existieren. Die Anfrage samt ihrer Beantwortung können Sie hier downloaden.


05.03.2020 - Schließung der Geburtsstation im Krankenhaus Schleiz

Mit der Beantwortung meiner zweiten Anfrage zur Zukunft des Kreiskrankenhauses Schleiz im Thüringer Landtag konnten einige Fakten erschlossen werden, nachdem zuletzt ausweichend und mit Verweisen auf fehlende Zuständigkeiten der rot-rot-grünen Regierung geantwortet wurde. So ist die Geschäftsleitung des Krankenhausträgers in Greiz gesetzlich zur Meldung der Personalentwicklung an das Land verpflichtet. Für die vor Kurzem geschlossene Abteilung wies man einen Fehlbetrag von 0,17 Vollkräften aus, der aus Sicht der Landesregierung nur „unwesentlich“ ist und eine Schließung nicht begründen könne. Dieser Betrag blieb dabei von der vorletzten zur letzten Meldung vom Mai 2018 und November 2019 konstant. Folglich gab es keinerlei Fluktuation im Personal in fast eineinhalb Jahren. Fraglich erscheint daher der plötzliche Wegfall von derartig vielen Stellen, dass eine Schließung innerhalb von drei Monaten notwendig wurde. Laut Landesregierung muss die Entwicklung „unvorhergesehen erfolgt“ sein, womit die Hintergründe weiterhin offiziell unbeantwortet bleiben.

Interessant wurde es dann bei dem Thema des Versorgungsauftrages nach dem Krankenhausgesetz. Die politischen Verantwortlichen des Landkreises Greiz, haben die zuständige Planungsbehörde bis zum heutigen Tag nicht über die Schließung, ja gar über das Vorhaben die Geburtsstation in Schleiz aufzulösen, informiert. Daraus folgt, dass es sich nur um eine vorübergehende Schließung handeln kann, insoweit der Landkreis nicht ungesetzlich handelt. Denn für eine dauerhafte Schließung ist der Krankenhausträger Greiz verpflichtet, die Planungsbehörde hierüber zu informieren. Eine solche Mitteilung ist aber bis jetzt nicht erfolgt. Auch wurde vonseiten der Regierung kein Bescheid erlassen, der die Geburtsstation aus dem Krankenhausplan herausnehmen würde. Der Krankenhausplan sieht den Bestand aller Stationen bis zur nächsten Fortschreibung 2022 vor.

Aus diesen Erkenntnissen heraus ist eine Wiedereröffnung der Geburtsstation so schnell wie möglich durchzuführen, um den gesetzlichen Vorgaben des Krankenhausplanes gerecht zu werden und Vorhaben über weitere Schließungen endlich zu beenden. Zukünftig ist unser Landkreis gefragt, um eine solch fremdbestimmte und harsche Entwicklung, wie wir sie in den letzten Monaten mit unserem Krankenhaus erleben musste, nie wieder durch kurzsichtige Entscheidungen herbeizuführen. Sollte der Landkreis Greiz beabsichtigen, dass Krankenhaus Schleiz zeitnah zum Buchwert zu verkaufen, so muss vom Landratsamt jetzt an Lösungen gearbeitet werden, damit der Kreis zukünftig wieder ein Mitspracherecht hat.

Die Anfrage als Download finden Sie hier und die Beantwortung im Plenum an dieser Stelle.


17.02.2020 - Verkehrsbelastung, insbesondere durch Lastkraftwagen, in der Stadt Gefell und dem Tannaer Ortsteil Zollgrün

Mit der Antwort auf meine Anfrage vom 27. November 2019 an die rot-rot-grüne Landesregierung, konnte nun bestätigt werden, was die Bürger seit Jahren beklagen. Von 2015 auf 2019 ist der Schwerlastverkehr auf der B2 südlich Ortseingang Gefell von 723 auf 1.013 Lkw angestiegen, der Pkw-Verkehr erhöhte sich in diesem Zeitraum sogar von 3.023 auf 5.187 Fahrzeuge, und das jeden Tag! Fast spöttisch erklärte die Landesregierung in Ihrer Antwort auf meine Anfrage, dass „Gesundheitliche Beeinträchtigungen der Anwohner nicht zu erwarten“ seien, obwohl Feinstaubmessungen und Lärmbelastungsdaten nie erhoben wurden. Auch eine Besserung der Situation ist aufgrund der Antwort der Landesregierung vorerst wohl nicht zu erwarten.

Die Anfrage samt ihrer Beantwortung können Sie hier downloaden.


30.01.2020 - Wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Thüringen, insbesondere in Greiz und Schleiz

In der heutigen 5. Plenarsitzung des Thüringer Landtags wurde im Rahmen der mündlichen Fragestunde meine Anfrage zur Lage und dem Fortbestand des Kreiskrankenhauses Schleiz behandelt. Zentrale Punkte waren die Unterfinanzierung der Krankenhäuser, die Erhaltung des Standortes und die zu geringe Bezahlung der Beschäftigten. Die verantwortliche Ministerin konnte dabei mit Ihren ausweichenden Antworten wenig Klarheit in die, vor allem für die Angestellten, akute Situation einbringen. Angeblich fehlende Zuständigkeiten begründen nur geringe Einflussnahmemöglichkeiten der Regierung, die sich vor allem mit vermeintlich viel Erreichtem in der Krankenhausfinanzierung brüstet. Die Verweisung auf Bundesrat, Bundestag und die Gesundheitsministerkonferenz der Länder, bringt den Betroffenen, nicht nur im Krankenhaus Schleiz, sicherlich nichts, die seit vielen Jahren bei Haustarifen um Ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Eine konkrete Antwort auf die für unsere Region und die Gesundheitsversorgung Ihrer Bürger so wichtigen Fragen, bleibt die Landesregierung mit diesem Beitrag leider schuldig.

Die Anfrage als Download finden Sie hier und die Beantwortung in der Landtagssitzung an dieser Stelle.